{"id":353,"date":"2021-07-27T08:02:53","date_gmt":"2021-07-27T08:02:53","guid":{"rendered":"https:\/\/85oechsle.de\/?p=353"},"modified":"2021-07-27T09:56:25","modified_gmt":"2021-07-27T09:56:25","slug":"philipp-kuhn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/85oechsle.de\/index.php\/2021\/07\/27\/philipp-kuhn\/","title":{"rendered":"Philipp Kuhn"},"content":{"rendered":"\n<p>Es st\u00fcrmt schon m\u00e4chtig, als wir in aller Herrgottsfr\u00fche durch den Kirschgarten spazieren und als uns Felix vom Weingut Philipp Kuhn durch die Weinberge f\u00fchrt. Mein Tipp f\u00fcr alle Pfalz-Reisenden an dieser Stelle: Wanderschuhe und Wintermantel nicht vergessen! Im Mai leidet die Pfalz wohl immer noch unter Sp\u00e4tfrost.<br>Na gut, das ist jetzt etwas \u00fcbertrieben, aber kalt und ungem\u00fctlich ist es trotzdem.<br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-354 size-full\" srcset=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn1-225x300.jpg 225w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn1-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn1.jpg 1254w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading\">Da summen die Bienchen <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Unsere Tour durch die Weinberge ist dann auch etwas k\u00fcrzer als geplant. Und \u201eWeinberge\u201c ist hier eh der falsche Begriff. Wir laufen vielmehr durch weite Felder und Ebenen. Optimal f\u00fcr eine schnell Maschinenlese sollte man meinen. Nicht so beim Weingut Philipp Kuhn, denn Handlese ist obligatorisch, auch bei den einfachen Qualit\u00e4ten. Trotz der eher schnellen Tour durch die Rebzeilen haben wir Zeit einen Eindruck in den Pf\u00e4lzer Weinbau zu erhalten. Kaum vielf\u00e4ltiger k\u00f6nnte sich die Arbeit im Weinberg auf dieser kurzen Tour darstellen. Vitale Bio-Weinberge auf der einen Seite des Weges, tote Herbizid-W\u00fcsten auf der anderen. Da muss man nicht lange \u00fcberlegen, welchen Wein man lieber trinken m\u00f6chte.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><br>Zum Weingut Kuhn geh\u00f6rt zum Gl\u00fcck das lebendig wuselnde Gr\u00fcn. Es bl\u00fcht zwischen den Kuhn\u2019schen Rebzeilen, der Boden ist locker, die Rebst\u00f6cke stehen putzmunter da und stemmen sich gegen die Windb\u00f6en.<br>Auch Felix macht uns auf das Herbizid-Problem aufmerksam. \u201eSeht ihr das? Diese braunen und verbrannten Streifen unter den Reben? Alles Herbizid. Da lebt nichts mehr. Gesund ist das sicher nicht.\u201c Das Weingut Phillip Kuhn will sich klar distanzieren von chemischen Kampfkeulen und setzt deshalb auf ihr bisheriges Fair\u2019n\u2019green Logo noch eine weiter Bio-Zertifizierung drauf, die seit Januar 2021 l\u00e4uft.<br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn3-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-355 size-full\" srcset=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn3-768x1024.jpg 768w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn3-225x300.jpg 225w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn3-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn3-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn3.jpg 1254w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading\">Tetris auf dem Barrique-Dachboden<\/h2>\n\n\n\n<p>Endlich sind wir im Weinkeller angekommen und Felix erz\u00e4hlt uns von der Geschichte des Weinguts, w\u00e4hrend wir vom Kelterhaus die Treppe hoch zum klimatisierten \u201eBarrique-Dachboden\u201c laufen. \u201eWir bauen gerade. Platz haben wir keinen mehr.\u201c Bis unters Dach liegen die Barriquef\u00e4sser und Tetris spielen steht hier auf der Tagesordnung, um von einem Fass zum anderen zu gelangen. Das Weingut ist schnell gewachsen, die Nachfrage steigt stetig, der urspr\u00fcngliche Keller ist schon lange voll.<br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0<br>Der Anfang des heute knapp 40 ha gro\u00dfen Betriebs liegt im 17. Jahrhundert. Damals, ganz typisch f\u00fcr die Pfalz, arbeitete die Familie in einem Mischbetrieb mit Ackerbau und Viehhaltung, Wein war reines Nebenprodukt. Erst durch Philipps Vater kommt der Wein in den Fokus der Produktion und Philipp baut das Weingut zielstrebig zu dem auf, was es heute ist.<br>Seinen ersten Weinberg bekam Philipp von seinem Vater bereits mit 16 Jahren. Schon damals schlug sein Herz f\u00fcr Rotwein, im Besonderen f\u00fcr Sp\u00e4tburgunder, der zu diesem Zeitpunkt noch recht untypisch in der Pfalz war. Das Hauptaugenmerk der Weing\u00fcter lag beim Dornfelder, einer unkomplizierten Rebsorte mit maximalem Ertrag, doch darauf hatte Philipp keine Lust. Er wollte weg von Dornfeldergeqantsche und h\u00f6rte auf seinen Bauch. Also wurden die ersten Burgunder-Rebst\u00f6cke gepflanzt und bis heute zeigt sich, dass Philipp seinem Bauch vertrauen kann. Sp\u00e4tburgunder ist mittlerweile die wichtigste Rebsorte des Weinguts und legte den Grundstein f\u00fcr das Rebsorten-Portfolio des Weinguts, das erg\u00e4nzt wird durch Exoten wir Sangiovese und Viognier. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br>\u00a0\u00a0<br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-356 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading\">Sangiovese und Viognier? Typisch Pfalz! <\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eDie Pfalz gilt als die Toskana Deutschlands. Da war es naheliegend, dass wir uns f\u00fcr Sangiovese interessieren. Er schmeckt mir einfach und ich baue an, was mir schmeckt.\u201c Erz\u00e4hlt uns Philipp, der pl\u00f6tzlich aus dem Keller in der Vinothek zu uns st\u00f6\u00dft und sich mit uns durch seine Weine verkostet.<br>Die Verkostung, die nun folgt, ist alles andere als \u201eStandard\u201c. Nur zwei Rieslinge werden ge\u00f6ffnet. Dann geht es vom Weiburgunder zum Chardonnay und Viognier. Blanc de Noir vor Ros\u00e9, dann Sangiovese, Cabernet Franc und Blaufr\u00e4nkisch. Alles Rebsortenrein, alles nicht typisch f\u00fcr die Pfalz, alles ziemlich \u00fcberzeugend!<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p> <br>\u201eWenn der Klimawandel so weiterl\u00e4uft, dann bauen wir hier bald Tempranillo an.\u201c schmunzelt Philipp. Schon wieder hat er einen Weinberg gerodet und \u00fcberlegt flei\u00dfig, was er dort pflanzen m\u00f6chte. Ganz sicher ist er sich noch nicht. Nur eines wei\u00df er: Klassisch wird es nicht werden. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"357\" data-full-url=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2.jpg\" data-link=\"https:\/\/85oechsle.de\/?attachment_id=357\" class=\"wp-image-357\" srcset=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2-768x1023.jpg 768w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2-225x300.jpg 225w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2-1153x1536.jpg 1153w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2-1140x1519.jpg 1140w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn2.jpg 1254w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Die d\u00fcstere Seite der Pfalz,<br>der Herbizid-Todesstreifen <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn6.jpg\" alt=\"\" data-id=\"359\" data-full-url=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn6.jpg\" data-link=\"https:\/\/85oechsle.de\/?attachment_id=359\" class=\"wp-image-359\" srcset=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn6.jpg 768w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn6-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Fr\u00fchsport zwischen Barriques <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"358\" data-full-url=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4.jpg\" data-link=\"https:\/\/85oechsle.de\/?attachment_id=358\" class=\"wp-image-358\" srcset=\"https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4-225x300.jpg 225w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/85oechsle.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Kuhn4.jpg 1254w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Wenig Riesling, <br>sehr viel und sehr guter Rotwein!<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Das Weingut habe ich besucht im Mai 2021. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es st\u00fcrmt schon m\u00e4chtig, als wir in aller Herrgottsfr\u00fche durch den Kirschgarten spazieren und als uns Felix vom Weingut Philipp Kuhn durch die Weinberge f\u00fchrt. Mein Tipp f\u00fcr alle Pfalz-Reisenden an dieser Stelle: Wanderschuhe und Wintermantel nicht vergessen! Im Mai leidet die Pfalz wohl immer noch unter Sp\u00e4tfrost.Na gut, das ist jetzt etwas \u00fcbertrieben, aber kalt und ungem\u00fctlich ist es trotzdem. Da summen die Bienchen Unsere Tour durch die Weinberge ist dann auch etwas k\u00fcrzer als geplant. Und \u201eWeinberge\u201c ist hier eh der falsche Begriff. Wir laufen vielmehr durch weite Felder und Ebenen. Optimal f\u00fcr eine schnell Maschinenlese sollte man meinen. Nicht so beim Weingut Philipp Kuhn, denn Handlese ist obligatorisch, auch bei den einfachen Qualit\u00e4ten. Trotz der eher schnellen Tour durch die Rebzeilen haben wir Zeit einen Eindruck in den Pf\u00e4lzer Weinbau zu erhalten. Kaum vielf\u00e4ltiger k\u00f6nnte sich die Arbeit im Weinberg auf dieser kurzen Tour darstellen. Vitale Bio-Weinberge auf der einen Seite des Weges, tote Herbizid-W\u00fcsten auf der anderen. Da muss man nicht lange \u00fcberlegen, welchen Wein man lieber trinken m\u00f6chte. Zum Weingut Kuhn geh\u00f6rt zum Gl\u00fcck das lebendig wuselnde Gr\u00fcn. Es bl\u00fcht zwischen den Kuhn\u2019schen Rebzeilen, der Boden ist locker, die Rebst\u00f6cke stehen putzmunter da und stemmen sich gegen die Windb\u00f6en.Auch Felix macht uns auf das Herbizid-Problem aufmerksam. \u201eSeht ihr das? Diese braunen und verbrannten Streifen unter den Reben? Alles Herbizid. Da lebt nichts mehr. Gesund ist das sicher nicht.\u201c Das Weingut Phillip Kuhn will sich klar distanzieren von chemischen Kampfkeulen und setzt deshalb auf ihr bisheriges Fair\u2019n\u2019green Logo noch eine weiter Bio-Zertifizierung drauf, die seit Januar 2021 l\u00e4uft. Tetris auf dem Barrique-Dachboden Endlich sind wir im Weinkeller angekommen und Felix erz\u00e4hlt uns von der Geschichte des Weinguts, w\u00e4hrend wir vom Kelterhaus die Treppe hoch zum klimatisierten \u201eBarrique-Dachboden\u201c laufen. \u201eWir bauen gerade. Platz haben wir keinen mehr.\u201c Bis unters Dach liegen die Barriquef\u00e4sser und Tetris spielen steht hier auf der Tagesordnung, um von einem Fass zum anderen zu gelangen. Das Weingut ist schnell gewachsen, die Nachfrage steigt stetig, der urspr\u00fcngliche Keller ist schon lange voll. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0Der Anfang des heute knapp 40 ha gro\u00dfen Betriebs liegt im 17. Jahrhundert. Damals, ganz typisch f\u00fcr die Pfalz, arbeitete die Familie in einem Mischbetrieb mit Ackerbau und Viehhaltung, Wein war reines Nebenprodukt. Erst durch Philipps Vater kommt der Wein in den Fokus der Produktion und Philipp baut das Weingut zielstrebig zu dem auf, was es heute ist.Seinen ersten Weinberg bekam Philipp von seinem Vater bereits mit 16 Jahren. Schon damals schlug sein Herz f\u00fcr Rotwein, im Besonderen f\u00fcr Sp\u00e4tburgunder, der zu diesem Zeitpunkt noch recht untypisch in der Pfalz war. Das Hauptaugenmerk der Weing\u00fcter lag beim Dornfelder, einer unkomplizierten Rebsorte mit maximalem Ertrag, doch darauf hatte Philipp keine Lust. Er wollte weg von Dornfeldergeqantsche und h\u00f6rte auf seinen Bauch. Also wurden die ersten Burgunder-Rebst\u00f6cke gepflanzt und bis heute zeigt sich, dass Philipp seinem Bauch vertrauen kann. Sp\u00e4tburgunder ist mittlerweile die wichtigste Rebsorte des Weinguts und legte den Grundstein f\u00fcr das Rebsorten-Portfolio des Weinguts, das erg\u00e4nzt wird durch Exoten wir Sangiovese und Viognier. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sangiovese und Viognier? Typisch Pfalz! \u201eDie Pfalz gilt als die Toskana Deutschlands. Da war es naheliegend, dass wir uns f\u00fcr Sangiovese interessieren. Er schmeckt mir einfach und ich baue an, was mir schmeckt.\u201c Erz\u00e4hlt uns Philipp, der pl\u00f6tzlich aus dem Keller in der Vinothek zu uns st\u00f6\u00dft und sich mit uns durch seine Weine verkostet.Die Verkostung, die nun folgt, ist alles andere als \u201eStandard\u201c. Nur zwei Rieslinge werden ge\u00f6ffnet. Dann geht es vom Weiburgunder zum Chardonnay und Viognier. Blanc de Noir vor Ros\u00e9, dann Sangiovese, Cabernet Franc und Blaufr\u00e4nkisch. 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